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 News / Steuertipps

Beschäftigungsbonus ab 1.7.2017

Beschäftigungsbonus

 

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hat die Bundesregierung „eines der wichtigsten Projekte“ aus dem Arbeitsprogramm, den sogenannten Beschäftigungsbonus beschlossen.

Unternehmen, die ab dem 1. Juli 2017 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, können einen Zuschuss zu den Lohnnebenkosten über die Dauer von bis zu drei Jahren und in Höhe von 50 % erhalten. Das betrifft Lohnnebenkosten, die der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber entstehen (Dienstgeberbeiträge).

Wer wird gefördert? 

Der Beschäftigungsbonus kann grundsätzlich von allen Unternehmen, unabhängig von der Branche und der Unternehmensgröße, in Anspruch genommen werden. Wichtig ist dabei, dass Ihr Unternehmenssitz oder Ihre Betriebsstätte in Österreich liegt und Sie zusätzliche Arbeitsplätze in Österreich schaffen.

 

Was wird gefördert? 

Gefördert werden vollversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, die ab 01.07.2017 entstehen und ununterbrochen für zumindest vier Monate aufrecht bleiben. Das Dienstverhältnis muss der Kommunalsteuerpflicht sowie dem österreichischen Arbeits- und Sozialrecht unterliegen.

 

Welche Personen sind förderungsfähig? 

Der Bonus steht zu, wenn die zusätzlich beschäftigten bisher arbeitslos gemeldet waren oder Jobwechsler sind oder vor Arbeitsantritt an einer gesetzlich geregelten Ausbildung teilgenommen haben.

  • Ehemals arbeitslos gemeldete Personen sind Personen, die irgendwann in den drei Monaten vor Eintritt in das Unternehmen arbeitslos gemeldet waren oder sich im Rahmen der Arbeitslosigkeit in Schulung befanden. Es ist keine Mindestdauer der Arbeitslosmeldung oder Schulungsmaßnahme vorgesehen.

TIPP: Lassen Sie sich von Ihren ArbeitnehmerInnen eine Bestätigung der Vormerkung beim Arbeitsmarktservice sowie einen geeigneten Aufenthaltstitel vorlegen.

  • Jobwechsler sind Personen, die in den zwölf Monaten vor Eintritt in das Unternehmen zumindest vier Monate ununterbrochen in Österreich erwerbstätig waren. Ob als Vollzeitangestellte, als geringfügig Beschäftigte oder auch als Selbständige ist einerlei, solange eine Teil-Pflichtversicherung vorlag.
    Nicht förderungsfähig sind Lehrlinge während des Lehrverhältnisses. Auch bei Wechsel des Lehrbetriebes kann kein Beschäftigungsbonus gewährt werden.
  • Bildungsabgänger sind Personen, die an einer zumindest viermonatigen gesetzlich geregelten Ausbildung im Inland teilgenommen haben. Sie sind förderungsfähig, sofern der Abgang von der Bildungseinrichtung (öffentliche und private Schulen, Universitäten, Privatuniversitäten und Fachhochschulen) nicht länger als zwölf Monate zurückliegt. Ein Bildungsabschluss ist nicht erforderlich.

TIPP: Lassen Sie sich eine geeignete Bestätigung über den Besuch der gesetzlich geregelten Ausbildung vorlegen. Diese Bestätigung ist der aws im Zuge der Abrechnung zu übermitteln.

BEISPIEL: Das antragstellende Unternehmen beabsichtigt die Einstellung eines HTL-Maturanten, der den neunmonatigen Zivildienst abgeleistet hat. Der Abgang von der Bildungseinrichtung liegt rund zehn Monate zurück. Da der Maturant eine mehrjährige, gesetzlich geregelte Ausbildung wahrgenommen hat, sind die Förderungsvoraussetzungen erfüllt.

 

Wann liegt ein zusätzliches Arbeitsverhältnis vor? 

Um festzustellen, ob es sich um ein förderbares zusätzliches Arbeitsverhältnis handelt, wird der Beschäftigungsstand zu folgenden fünf festgelegten Stichtagen herangezogen, und zwar am Tag vor Entstehung des ersten förderungsfähigen Arbeitsverhältnisses sowie am Ende der jeweiligen vier Vorquartale. Maßgeblich ist dann der Höchstwert an bestehenden Arbeitsverhältnissen zu einem dieser fünf Stichtage (Referenzwert).

BEISPIEL: Die erste zusätzliche und förderungsfähige Person tritt am 15.08.2017 in das antragstellende Unternehmen ein. Die Beschäftigtenstände sind daher zu folgenden Stichtagen zu ermitteln:

  1. Stichtag: 14.08.2017
    (Beschäftigtenstand: 5 Personen = Anzahl der Beschäftigten VOR Entstehung des ersten zusätzlichen Arbeitsverhältnisses)
  2. Stichtag: 30.06.2017
    (Beschäftigtenstand: 4 Personen = Anzahl Beschäftigten zum Quartalsende)
  3. Stichtag: 31.03.2017
    (Beschäftigtenstand: 5 Personen= Anzahl Beschäftigten zum Quartalsende)
  4. Stichtag: 31.12.2016
    (Beschäftigtenstand: 6 Personen = Anzahl Beschäftigten zum Quartalsende)
  5. Stichtag: 30.09.2016
    (Beschäftigtenstand: 5 Personen = Anzahl Beschäftigten zum Quartalsende)

Der Höchstwert (Beschäftigtenstand: 6 Personen) wird als Referenzwert vertraglich fixiert.

Der Beschäftigtenstand umfasst mit Ausnahme von Lehrlingen und geringfügig Beschäftigten alle im antragstellenden Unternehmen beschäftigte Arbeitnehmer und ist in Köpfen (= Anzahl der Personen) anzuführen. Die Förderung gelangt zur Auszahlung, sofern ein Zuwachs von zumindest einem Vollzeitäquivalent (entspricht 38,5 Wochenstunden) gegenüber dem Referenzwert nachgewiesen wird. Der Zuwachs kann durch eine Vollzeitkraft, aber auch durch mehrere Teilzeitkräfte nachgewiesen werden. Eine Obergrenze an zusätzlichen, förderungsfähigen Arbeitsverhältnissen existiert nicht.

 

Wie hoch ist die Förderung? 

Der Zuschuss beläuft sich auf 50 % der Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeiträge), wird bis zu drei Jahre ausbezahlt und ist von der Einkommenssteuer befreit.

Bei einem Bruttojahresgehalt von EUR 35.000 betragen die Lohnnebenkosten rund EUR 10.650,-, der Zuschuss daher rund EUR 5.325,- pro Jahr. Die Förderung ist mit der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt.

Der Zuschuss gelangt einmal jährlich im Nachhinein zur Auszahlung. Für Anträge, die am 01.07.2017 gestellt werden bedeutet das, dass der Abrechnungsstichtag der 01.07.2018 ist.

 

Wo und wann ist der Antrag zu stellen? 

Anträge können ab dem 01.07.2017 über den aws Fördermanager gestellt werden, und zwar binnen 30 Kalendertagen nach Entstehung des zu fördernden Arbeitsverhältnisses. Der Steuerberater des Unternehmens hat die Fördervoraussetzungen und den Beschäftigtenstand zu den fünf maßgeblichen Stichtagen zu bestätigen.

BEISPIEL: Zwei Teilzeitarbeitsverhältnisse entstehen am 01.07.2017 bzw. am 01.09.2017 durch Anmeldung der Dienstnehmer beim Sozialversicherungsträger. In Summe bilden sie das erste Vollzeitäquivalent. Der Antrag ist daher bis spätestens 01.10.2017 zu stellen (d.h. die 30-Tagesfrist wurde für das erste Teilzeitarbeitsverhältnis außer Kraft gesetzt).

 

Was sollten Sie noch über den Beschäftigungsbonus wissen?

  • Förderungsfähig sind bei Erfüllung der übrigen Kriterien auch geschäftsführende Gesellschafter (sofern ASVG pflichtversichert), Familienangehörige und auch freie Dienstnehmer, nicht jedoch karenzierte DienstnehmerInnen bei ihrer Rückkehr ins Unternehmen, weil sie ja in einem aufrechten Dienstverhältnis stehen, also nicht „zusätzlich“ angestellt werden.
  • Ehemals geringfügig Beschäftigte sind als „Jobwechsler“ einzustufen und damit förderungsfähig, sofern Sie in den sechs Monaten vor Aufnahme des zu fördernden Beschäftigungsverhältnisses nicht im antragstellenden Unternehmen bzw. im antragstellenden Konzern tätig waren. Dasselbe gilt für Leiharbeitskräfte.
  • Keine Doppelförderung: Andere einschlägige Zuschussförderungen (zB aws Lohnnebenkostenförderung für innovative Start-ups, Eingliederungsbeihilfe „Come Back“ (AMS), etc.) schließen den Beschäftigungsbonus aus.
  • Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse werden nicht gefördert, es muss sich um ein vollversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis handeln.
  • Keine Förderung erhalten Unternehmen, die als Ausgründung, Umgründung oder Neugründung bzw. durch Übernahme oder durch Schaffung eines Treuhandmodells zur Umgehung der Förderungsbestimmungen des Beschäftigungsbonus errichtet wurden. Ebenfalls von der Förderung ausgenommen sind staatliche Unternehmen.

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 News

§109a Meldungen von Honorarzahlungen an die Finanz

§109a und welche weiteren Meldungen die Finanz bis Ende Februar wünscht.

§109a

Gemäß §109a sind bis spätestens 29. Februar 2017 jährlich Meldungen ans Finanzamt zu senden. Sie als UnternehmerIn sind dafür verantwortlich. Die Zahlungen aus dem Jahr 2016 müssen in elektronischer Form gemeldet werden.  https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e2s3 Mit §109a ist gemeint: Meldungen von Honorarzahlungen bei bestimmten Leistungen, die außerhalb eines ECHTEN Dienstverhältnisses liegen. Dies betrifft im Grunde genommen vor allem FREIE DienstnehmerInnen. Bei Zahlungen von mehr als € 900,- netto p.a. oder pro einzelner Leistung von mehr als € 450,- netto, melden Sie das dem Finanzamt. Diese Beträge beinhalten auch allfällige Reisekostenersätze.

Übrigens: Honorare für den Dezember 2016, welche bis zum 15. Jänner 2017 ausbezahlt wurden, sind dem Jahr 2016 zuzurechnen.

Zahlungen an SONSTIGE SubunternehmerInnen:
Überdies sind für Zahlungen die Sie an folgende Personen geleistet haben, auch für diese Mitteilungen gemäß § 109a durchzuführen

  • Vortragende (im Rahmen eines Seminars – JA; Organisation von einem Seminar – NEIN), Lehrende und Unterrichtende
  • PrivatgeschäftsvermittlerInnen
  • BausparkassenvertreterInnen und VersicherungsvertreterInnen

Unser SERVICE:

Wenn Sie wünschen, erstellen wir für Sie gerne die Mitteilungen gem. § 109a für oben angeführte Personen/Dienstleistungen.
Für die Erfassung der notwendigen Daten, senden wir Ihnen bei Bedarf eine vorbereitete Excel-Tabelle zu.

Freundliche Grüße
Das Team der hapala Steuerberatung GmbH

Übrigens, folgende LEISTUNGEN sind bei Bezahlung auch zu melden:

  • Funktionäre von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, wenn die Tätigkeit zu Funktionsgebühren führt
  • Mitglieder des Aufsichtsrates, Verwaltungsrates und andere Leistungen von mit der Überwachung der Geschäftsführung beauftragten Personen
  • Genauso, Stiftungsvorstände

Des Weiteren sind auch Zahlungen ins AUSLAND dem Finanzamt zu melden, wenn

  • Leistungen, die unter die Einkünfte aus selbständiger Arbeit fallen (z. B. wissenschaftliche, künstlerische Tätigkeiten, Vermittlungsleistungen, kaufmännische oder technische Beratungen) und
  • im Inland ausgeübt werden oder  sich auf das Inland beziehen und
  • von in Österreich unbeschränkt Steuerpflichtigen erledigt werden.

Diese Meldung muss bis Ende Februar erfolgen. Eine Meldung darf unterbleiben, wenn

  • die Zahlungen an eineN LeistungserbringerIn 2016 weniger als € 100.000,- p.a. betragen oder
  • bereits ein Steuerabzug (nach § 99 EStG) vorgenommen wurde oder
  • die Zahlung an eine ausländische Körperschaft getätigt wurde, die im Ausland einem Steuersatz von mindestens 15 % unterliegt.

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 News Steuertipps

Am 32.12. ist es zu spät… Hinweise zum Jahresende für Einnahmen-Ausgaben RechnerInnen

Hinweise zum Jahresende für Einnahmen-Ausgaben RechnerInnen

Der 31.12.2016 naht.

Unsere Hinweise zum Jahresende für Einnahmen-Ausgaben RechnerInnen

Wenn Sie Ihren Gewinn senken möchten, dann müssen Zahlungen bis 31.12.2016 getätigt und Einnahmen auf 2017 verschoben werden:
  • Bezahlen Sie nötige Ausgaben noch 2016 (machen Sie einen Offenen Posten-Check),
  • eventuell tätigen Sie auch Vorauszahlungen (wie zB Ihren Jahresabschluss beim Steuerberater 😉 )
  • Erwerb von geringwertigen Wirtschaftsgütern zB ein Laptop, ein Bürosessel,… Bei einem Kaufpreis bis zu € 400,- kann der volle Betrag gewinnmindernd genutzt werden. Daher sollten Sie diese Wirtschaftsgüter noch bis zum Jahresende anschaffen, wenn der Ankauf für (Anfang) 2017 ohnehin geplant ist.
  • (Weihnachts-) Feier und Geschenke für MitarbeiterInnen Betriebsveranstaltungen, wie beispielsweise Weihnachtsfeiern, sind bis zu € 365,- pro Jahr und MitarbeiterIn für diese lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei und für die DienstgeberInnen eine Betriebsausgabe. Das gilt auch für Geschenke bis zu € 186,- jährlich. Bargeschenke sind immer im Rahmen der Personalabrechnung zu versteuern.
  • Spenden Spenden des/der UnternehmerIn dürfen maximal 10 % des Gewinns des aktuellen Wirtschaftsjahres betragen. Wenn im nächsten Jahr höhere Einkünfte erwartet werden, kann es daher günstiger sein, eine Spende erst Anfang 2017 zu tätigen.
  • eine Überlegung ist auch, ein Verschieben der Einnahmen auf 2017.
  • Es kann sein, dass bei der SVA und WGKK noch ein Rückstand für das Jahr 2016 offen ist, den Sie noch 2016 begleichen wollen, um Ihren Gewinn zu minimieren.
Wir bieten Ihnen an, Ihr Konto bei der SVA bzw WGKK zu kontrollieren, lassen Sie es uns wissen wenn wir für Sie tätig werden dürfen.
Wenn Sie wünschen, können wir Ihnen auch die Information über Ihren derzeitigen Kontostand beim FINANZAMT mitteilen. Im Falle einer Gutschrift, kann ein Antrag auf Rückzahlung gestellt werden.

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 News

Seit Jänner 2016: „Registrierkassen-Nachschau durch die Finanzverwaltung“

Der Außendienst der Finanzverwaltung führt derzeit bei Unternehmen bereits Nachschauen hinsichtlich der Einzelaufzeichnungs-, Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht im Sinne von „Infomieren und Beraten“ durch – teils auch, ohne die steuerlichen Vertretung zu informieren. Dabei werden die beiden nachstehenden Formulare für Niederschriften durch die Finanzverwaltung verwendet.
Wir möchten Ihnen diese – zur Information – zur Verfügung stellen:

Finanzamt-Nachschau

Registrierkasse_-_Finanzamt-Niederschrift

Wir empfehlen Ihnen  –  im Falle einer überraschenden Registrierkassen-Nachschau durch die Finanzverwaltung:

  • Ruhe bewahren. Lassen Sie sich den Dienstausweis zeigen und fragen Sie nach dem Grund des Besuchs.
  • Informieren Sie möglichst unverzüglich den/die Steuerberater/in.
  • Falls Sie noch keine elektronische Registrierkasse, die nach den neuen Bestimmungen zulässig ist, im Einsatz haben, aber eventuell schon eine bestellt haben, zeigen Sie die gültige Bestellung  her.
  • Bitten Sie die Organe der Finanzverwaltung um Verständnis, falls Sie die teils fachlich/technischen Fragen nicht exakt und sicher beantworten können. mit dem Hinweis auf eine spätere Beantwortung gemeinsam mit dem/der Steuerberater/in.

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 News Steuertipps

Steuertipps zum Jahresende

Vor dem Jahreswechsel ist viel zu tun – Vieles sollte noch vor dem 31.12. erledigt werden.
Es kann gewinnbringend sein, wenn Sie sich Zeit nehmen, um Ihre aktuelle Steuersituation zu kalkulieren und zu überdenken.

Steuertipps für Unternehmen, die Bilanzen erstellen

Steuerstundung (Zinsgewinn) durch Gewinnverlagerung
Eine Gewinnverschiebung in das Folgejahr bringt einen Zinsgewinn durch Steuerstundung. Im Jahresabschluss sind unfertige Erzeugnisse (Halbfabrikate), Fertigerzeugnisse und noch nicht abrechenbare Leistungen (halbfertige Arbeiten) mit den bisher angefallenen Kosten zu aktivieren. Die Gewinnspanne wird erst mit der Auslieferung des Fertigerzeugnisses bzw. mit der Fertigstellung der Arbeit realisiert

TIPP: Ev. die Auslieferung des Fertigerzeugnisses mit den Kunden für das Jahre 2016 vereinbaren. Arbeiten sollten erst mit Beginn 2016 fertig gestellt werden. Die Fertigstellung muss für das Finanzamt mittels einer genauen Dokumentation belegt werden.

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Steuertipps für Unternehmen, die Einnahmen-Ausgaben-RechnerInnen sind

Glättung der Progression bzw. Gewinnverlagerung

Bei Einnahmen-Ausgaben-RechnerInnen gilt das Zufluss-Abfluss-Prinzip: das heißt die Zahlungen und der Zeitpunkt beeinflussen den Gewinn.

Auf Grund der Steuerreform gelten 2016 niedrigere Steuersätze, daher ist es sinnvoll, den Gewinn in diesem Jahr zu minimieren.
Bezahlen Sie nötige Ausgaben noch 2015 (zB indem Sie Ihre Offenen Posten durchforsten) und verschieben Sie, wenn möglich, Einnahmen auf 2016.

Es ist auch möglich, dass bei der SVA und WGKK noch einen Rückstand für das Jahr 2015 existiert, den Sie noch 2015 begleichen wollen, um damit Ihren Gewinn zu mindern.

Wenn Sie also dieses Jahr mit einem höheren Gewinn rechnen und noch wirtschaftlich sinnvolle Ausgaben suchen, ist es zum Beispiel möglich eine Vorauszahlung an die Sozialversicherungsanstalt im Ausmaß einer zu erwartenden sorgfältig geschätzten Nachzahlung zu tätigen. Wir sind Ihnen hier gerne behilflich. Zusätzlich können Sie Honorarvorauszahlungen für das Jahr 2016 tätigen, nicht nur Ihre Steuerberatungskanzlei wird dies zu schätzen wissen und Ihnen womöglich einen Skonto gewähren. Vorsicht! Beim Zufluss-Abfluss-Prinzip gilt für regelmäßig wiederkehrende Einnahmen und Ausgaben (z.B. Löhne, Mieten, Versicherungsprämien, Zinsen) eine fünfzehntägige Zurechnungsfrist. Beispiel: Die Mietzahlung für Dezember 2015, die bis zum 15.1.2016 bezahlt wird, gilt auf Grund der fünfzehntägigen Zurechnungsfrist noch im Dezember 2015 als bezahlt.

Gewinnfreibetrag (GFB) bei Einzelunternehmen und betrieblichen Mitunternehmerschaften

Werden Sie im laufenden Jahr einen höheren Gewinn als € 30.000,- -netto erzielen, so steht Ihnen der – über den automatischen Gewinnfreibetrag hinausgehende – Gewinnfreibetrag nur zu, wenn Sie bis Jahresende bestimmte Investitionen getätigt haben (sog. investitions bedingter GFB).

Gibt es im abzurechnenden Jahr KEINE Investitionen, so steht dem/der Steuerpflichtigen der automatische Grundfreibetrag (GFB) in Höhe von 13 % des Gewinns zu, höchstens € 3.900,– (der GFB bei einem Gewinn von € 30.000,–).

Als Investitionen zählen nur abnutzbare neue körperliche Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer von mindestens 4 Jahren zB Drucker,…. Ausgeschlossen sind gebrauchte Wirtschaftsgüter, PKWs, Kombis, Luftfahrzeuge, geringwertige Wirtschaftsgüter und Investitionen, für die bereits eine Forschungsprämie geltend gemacht wurde.

Der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag (GFB) ist gestaffelt und beträgt seit 2013:
● bis € 175.000,– Gewinn: 13 % GFB
● über € 175.000,– bis € 350.000,– Gewinn: 7 % GFB
● über € 350.000,– bis € 580.000,– Gewinn: 4,5 % GFB
● über € 580.000,– Gewinn: kein Gewinnfreibetrag.

Erwerb von geringwertigen Wirtschaftsgütern

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 400,– (netto ohne USt) zB Taschenrechner,.. können im Jahr der Anschaffung ganz abgeschrieben werden, dadurch ergibt sich eine 100%ige Gewinnminderung.
Es ist überlegenswert, diese noch bis zum Jahresende anzuschaffen, wenn ohnehin eine Investition für (Anfang) 2016 geplant ist.

Halbjahresabschreibung für kurz vor Jahresende getätigte Investitionen

Eine Absetzung für Abnutzung (AfA) kann ab Inbetriebnahme (erstmalige Verwendung) des jeweiligen Wirtschaftsgutes geltend gemacht werden.
Erfolgt die Inbetriebnahme des neu angeschafften (nach dem 30.6.2015) Wirtschaftsgutes noch bis zum 31.12.2015 steht eine Halbjahres-AfA zu.

Umsatzgrenze für umsatzsteuerliche KleinunternehmerInnen

Die Umsatzgrenze für KleinunternehmerInnen liegt bei € 30.000,– (Nettoumsatz). Für diese Grenze sind die steuerbaren Umsätze relevant.
Ist gegen Jahresende diese Grenze nahezu ausgeschöpft, ist es jedoch sinnvoll, den Zufluss von Umsätzen in das Folgejahr zu verschieben, um den Kleinunternehmerstatus nicht zu verlieren.
Einmal in 5 Jahren kann der Umsatz die Umsatzgrenze bis zu 15% überschreiten. Die Nutzung der Kleinunternehmergrenze ist dann von Vorteil, wenn Ihre AuftraggeberInnen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind (z.B. bei Leistungen an EndverbraucherInnen).
UNSER TIPP: Falls Ihre Umsätze über die Kleinunternehmergrenze gestiegen sind/ oder auch steigen werden, kann die Aufteilung auf 2 umsatzsteuerbefreite Unternehmen eine Lösung sein.
So verdoppelt Sie Ihre Kleinunternehmergrenze. Dabei unterstützen wir Sie gerne.

Steueroptimale Verlustverwertung

Bei der Einkommensteuer sind seit der Veranlagung 2014 Verluste wieder zu 100 % mit dem Gesamtbetrag der Einkünfte zu verrechnen dh Verluste aus einer Einkunftsquelle (wie aus einem Gewerbebetrieb) können mit einer anderen Einkunftsquelle (wie Pensionen oder Gehälter) ausgeglichen werden.
Diese Regelung kann jedoch dann ein Nachteil sein, wenn die verrechnungsfähigen Verluste annähernd so hoch wie der Gesamtbetrag der Einkünfte sind, denn da können zB die Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen steuerlich nicht mehr geltend gemacht werden können..
UNSER TIPP: In dieser Situation sollte versucht werden, bis zum Jahresende die Einkünfte noch entsprechend zu erhöhen.

Einnahmen-Ausgaben-RechnerInnen müssen außerdem beachten, dass Verluste, welche ab 2013 entstanden sind, infolge der Änderungen durch die Steuerreform 2015/16 nunmehr unbeschränkt vortragsfähig sind. Für im Jahr 2012 durch E-A-Rechnung entstandene Verluste gilt noch die alte Rechtslage. Diese können daher letztmalig bei der Veranlagung 2015 verwertet werden.

Schon seit 2013: Spenden aus dem Betriebsvermögen
Diese sind mit 10 % des Gewinns des aktuellen Wirtschaftsjahres begrenzt.

Wenn im nächsten Jahr höhere Einkünfte erwartet werden, kann es daher günstiger sein, eine Spende auf Anfang 2015 zu verschieben oder 2 X zu spenden.

Steuerlich auch absetzbar sind auch Sponsorbeiträge an diverse gemeinnützige, kulturelle, sportliche und ähnliche Institutionen (Oper, Museen, Sportvereine etc.), wenn damit eine angemessene Gegenleistung in Form von Werbeleistungen verbunden ist. Bei derartigen Zahlungen handelt es sich dann nämlich nicht um Spenden, sondern um echten Werbeaufwand

Registrierkassenprämie von € 200,–

Wie Sie eventuell schon wissen, wird die Registrierkassenpflicht ab 1.1.2016 eingeführt. Danach sind alle Bareinnahmen zum Zwecke der Losungsermittlung mit einer elektronischen Registrierkasse oder einem sonstigen Kassensystem einzeln zu erfassen (Ausführliches dazu in unserem BLOG „Registrierkassenpflicht“).

Unser TIPP: Sollten Sie bereits 2015 in eine neue Registrierkasse investiert wollen, so können Sie eine Prämie in Höhe von € 200,– in Ihrer Steuerklärung 2015 beantragen. Die Prämie wird Ihrem Finanzamtskonto gutgeschrieben.

Gewinnvorausberechnung vor Jahresende

Wir raten: rechtzeitig vor Jahresende ungefähr den Gewinn/ oder auch den Verlust zu berechnen, um dann entscheiden zu können, in welche Richtung (Erhöhung/Senkung) des Ergebnisses entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.
Dieses Wissen kann auch für das Optimieren von Freigrenzen (Umsatzsteuer/Sozialversicherung) wichtig sein.

Aufbewahrungspflicht aller Unterlagen zu Ihrer Buchhaltung

Bis zum Jahresende müssen Sie noch: Unterlagen, Aufzeichnungen, Belege und Geschäftspapiere des Jahres 2008 aufbewahren, dann läuft die Aufbewahrungspflicht von 7 Jahren ab.
Wichtige Unterlagen für anhängige Berufungsverfahren sollten Sie so lange aufbewahren bis das Verfahren abgeschlossen ist.
Aufzeichnungen und Unterlagen zu Grundstücken sind 12 Jahre aufbewahrungspflichtig. Bei gemischt genutzten Gebäuden müssen Sie sogar 22 Jahre warten.

Unser TIPP: Unabhängig von den gesetzlichen Bestimmungen sollten Sie als private Person sämtliche Belege im Zusammenhang mit Grundstücken aufbewahren. Dazu zählen neben dem Kaufvertrag vor allem auch die Belege über Anschaffungsnebenkosten (z. B. Anwalts- und Notarkosten, Grunderwerbsteuer, Schätzkosten) sowie über alle nach dem Kauf durchgeführten Investitionen. All diese Kosten können nämlich bei der Veräußerungsgewinnermittlung auf Basis der tatsächlichen Anschaffungskosten von der Steuerbasis abgesetzt werden.

Weiters sollten Sie keinesfalls Unterlagen vernichten, die zu einer allfälligen zivilrechtlichen Beweisführung notwendig sein könnten (z. B. Produkthaftung, Eigentumsrecht, Bestandsrecht, Arbeitsvertragsrecht etc.).

Unser TIPP: Selbstverständlich können Sie die Buchhaltungsunterlagen platzsparend auch elektronisch archivieren. In diesem Fall muss allerdings die inhaltsgleiche, vollständige und geordnete Wiedergabe bis zum Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist jederzeit gewährleistet sein.

GSVG-Befreiung für „KleinstunternehmerInnen“ bis 31.12.2015 beantragen

Gewerbetreibende und Ärzte (Zahnärzte) können bis spätestens 31.12.2015 rückwirkend für das laufende Jahr die Befreiung von der Kranken- und Pensionsversicherung nach GSVG (Ärzte nur Pensionsversicherung) beantragen, wenn die steuerpflichtigen Einkünfte 2015 maximal € 4.871,76 und der Jahresumsatz 2015 maximal € 30.000,00 aus sämtlichen unternehmerischen Tätigkeiten betragen werden.
Antragsberechtigt sind • JungunternehmerInnen (maximal zwölf Monate GSVG-Pflicht in den letzten fünf Jahren), • Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, sowie • Männer und Frauen, die das 57. Lebensjahr vollendet haben, wenn diese in den letzten fünf Jahren die maßgeblichen Umsatz- und Einkunftsgrenzen nicht überschritten haben.
Seit 1.7.2013 kann die Befreiung auch während des Bezugs von Kinderbetreuungsgeld oder bei Bestehen einer Teilversicherung während der Kindererziehung beantragt werden, wenn die monatlichen Einkünfte maximal € 405,98 und der monatliche Umsatz maximal € 2.500,– beträgt.

Unser TIPP: Der Antrag für 2015 muss spätestens am 31.12.2015 bei der SVA einlangen. Wurden im Jahr 2015 bereits Leistungen aus der Krankenversicherung bezogen, gilt die Befreiung von KV-Beiträgen erst ab Einlangen des Antrages.

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Tipps zur Verlustverwertung bei Kapitalvermögen
Wenn Sie im Jahr 2015 einen steuerpflichtigen Gewinn bei Kapitalvermögen, Dividenden oder Anleihezinserträgen realisiert haben, sollten Sie überprüfen, ob dieser Ertrag noch vor dem Jahresende durch die Realisierung eines Substanzverlusts (z.B. der Verkauf von Aktien, die sich derzeit im Minus befinden) neutralisiert werden kann.
Natürlich hindert Sie niemand daran, die verkauften Aktien einige Tage nach dem Verkauf wieder zu kaufen.

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Tipps für DIENSTGEBERINNEN
Ertragsteuerfreie (Weihnachts-)Geschenke und Feiern für MitarbeiterInnen
Betriebsveranstaltungen, wie z.B. Weihnachtsfeiern, sind bis zu € 365,– pro DienstnehmerIn und Jahr lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.
Geschenke sind innerhalb eines Freibetrages von € 186,– jährlich lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.
Bargeschenke sind immer steuerpflichtig.

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Tipps für DIENSTNEHMERINNEN
Letztmalige Möglichkeit der ArbeitnehmerInnenveranlagung für das Jahr 2010
Mit Jahresende läuft die 5-Jahres-Frist für die Abgabe der Arbeitnehmerveranlagung 2010 aus.

Werbungskosten müssen bis zum 31.12.2015 bezahlt werden, um noch für das laufende Jahr steuerwirksam zu sein. Bitte denken Sie in diesem Bereich insbesondere an Fortbildungskosten (Seminare, Kurse, Schulungen etc. – diese können auch vorausbezahlt werden), Fachliteratur, Familienheimfahrten, Kosten doppelter Haushaltsführung, Telefonspesen und Mitgliedsbeiträge…

NOCH EIN HINWEIS FÜR ALLE STEUERPFLICHTIGEN:

Sonderausgaben bis maximal € 2.920,– (Topf-Sonderausgaben) noch bis Ende 2015 bezahlen Die üblichen (Topf-)Sonderausgaben dürfen als bekannt vorausgesetzt werden:
Kranken-, Unfall- und Lebensversicherungen; Wohnraumschaffung und Wohnraumsanierung. Für AlleinverdienerInnen oder AlleinerzieherInnen verdoppelt sich der persönliche SonderausgabenHöchstbetrag von € 2.920,00 auf € 5.840,00.
Ab 3 Kindern erhöht sich der Sonderausgabentopf um € 1.460,– pro Jahr.

Allerdings wirken sich die Topf-Sonderausgaben nur zu einem Viertel einkommensmindernd aus. Ab einem Einkommen von € 36.400,– vermindert sich auch dieser Betrag kontinuierlich bis zu einem Einkommen von € 60.000,–, ab dem überhaupt keine Topf-Sonderausgaben mehr zustehen.

Unser TIPP: Mit dem SteuerreformG 2015/16 ist nun vorgesehen, dass (Topf)-Sonderausgaben nur mehr dann ab dem 1.1.2016 abgesetzt werden können, wenn der Vertrag vor dem 1.1.2016 abgeschlossen bzw. mit der Bauausführung oder Sanierung vor dem 1.1.2016 begonnen wurde. Daher hat der 31.12.2015 im heurigen Jahr für künftige Sonderausgabenabsetzungen eine besondere Bedeutung!

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 Business Tipps News

Welche Registrierkasse passt für mich?

Bevor Sie sich überlegen welche Registrierkasse Sie sich anschaffen, sollten Sie eruieren, ob Sie überhaupt eine Registrierkasse benötigen. Genaueres über die Anforderungen, und ob Sie wirklich eine Registrierkasse benötigen, finden Sie hier: http://www.hapala-steuerberatung.at/registrierkasse-neuestes-update-22-09/

Es ist nicht so einfach, im Internet eine leistbare Registrierkasse zu finden. Es gibt viele Angebote – besonders für die Gastronomie – jedoch sehr wenige für den „einfachen“ Dienstleister. Therapeuten, Masseure und auch andere Dienstleister können sich hier schnell überfordert und alleine gelassen fühlen.

Um unsere Klienten etwas zu unterstützen, haben wir uns auf die Suche nach Registrierkassen gemacht.

Ich möchte hier 2 ausgewählte Systeme vorstellen. Wobei ich besonderen Wert darauf lege, dass sich derzeit Vieles ändert und wir diesen Blogpost laufend adaptieren werden und für die im Blog vorgestellten Systeme keine Haftung übernehmen können.

BMD Kassa
Ist im Moment die Lösung die wir den meisten KlientInnen empfehlen. BMD ist auch der Hersteller unserer Buchhaltungssoftware und hat bereits viel Erfahrung in diesem Bereich. Hier vertrauen wir darauf, dass alle Bestimmungen der bevorstehenden Registrierkassenpflich erfüllt werden.
BMD Kassa ist eine Software die auf Windows-Betriebssystemen funktioniert, daher muss nicht unbedingt neue Hardware angeschafft werden.
Der Link zu Website von BMD ist: BMD Kassa
Für diese Lösung gibt es verschiedene Preisbeispiele. Die Miete kostet €26,55 im Monat.

cbird
Ist eine Software auf einem USB-Stick als Registrierkasse.
cbird läuft wie andere Programme  (z.B. Word oder Excel) auch auf dem Computer, daher sind die Anschaffungskosten bei einem bestehenden Computer sehr gering. Zum Ausdruck für die Belegerteilungspflicht wird lediglich ein normaler, womöglich schon vorhandener, Drucker benötigt.
Der Link zur Website von cbird ist: http://cbird.at/
Diese Lösung ist mit einer einmaligen Zahlung von € 199,- (inkl. USt.) die kostengünstigste Variante, die wir gefunden haben.

Falls Sie weitere gute Lösungen kennen melden Sie sich bitte bei uns, wir adaptieren unsere Liste gerne!

Falls Sie sich selbstständig eine für Sie passende Registrierkasse suchen, beachten Sie bitte, dass Ihnen der Hersteller schriftlich garantieren sollte, dass er die Anforderungen an den Manipulationsschutz ab 2017 erfüllt!

Überstürzen Sie den Kauf den Registrierkasse nicht, es wird gemunkelt, dass es im ersten Halbjahr 2016 eine Schonfrist geben soll. (siehe auch http://derstandard.at/2000024194483/Registrierkassen-ohne-Strafen-Schelling-befuerchtet-keinen-Einnahmenentfall)

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 Business Tipps News

Herabsetzung der EStVZ 2015 möglich bis 30. September 2015

Wie jedes Jahr -so gilt auch heuer wieder:

Herabsetzung der Einkommensteuer(ESt)-Vorauszahlungen 2015 – bis 30. September 2015

Nun ist das 1. Halbjahr 2015 vorüber und Sie haben eine buchhalterische Basis, das 2. zu kalkulieren. Wenn Sie den bisherigen Gewinn für das ganze Jahr hochrechnen, können Sie eine ungefähre ESt-Steuerbelastung für 2015 berechnen. Die so berechnete Einkommensteuer sollten Sie nun mit den Ihnen bisher- von der Finanz – vorgeschriebenen ESt-Vorauszahlungen (ESt-VZ) 2015 vergleichen.

Vereinfacht heißt das auch, dass

wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten (letzter Bescheid vom Finanzamt)
GESUNKEN ist, zahlen Sie zuviel an die Finanz voraus.

wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten (letzter Bescheid vom Finanzamt)
GESTIEGEN ist, sollten Sie sich steuermindernde Maßnahmen überlegen bzw. Geld für die bevorstehende zu zahlende Steuer, zurücklegen.

Nutzen Sie die Chance Ihre Einkommensteuer 2015 zu steuern.

Bei niedrigerem Gewinn ergibt sich für Sie eventuell folgende Frage:

wollen Sie für die ESt-VZ 2015 eine HERABSETZUNG beantragen – BIS 30.9.2015 möglich?

Das Team der hapala Steuerberatung GmbH freut sich, Sie bei den Berechnungen und bei Ideen zur Steuerreduzierung zu unterstützen.

Mailen Sie (steuer@hapala.at) uns bzw. vereinbaren Sie einen Besprechungstermin.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüße

Das Team
der hapala Steuerberatung GmbH

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 News

Die Registrierkassenpflicht

Mit der Steuerreform kommt die Registrierkassenpflicht, was bedeutet das für Sie?

Ab wann gilt die Registrierkassenpflicht?

Das Gesetz soll mit Ende Juli beschlossen werden. Die Registrierkassenpflicht wird ab dem 1.1.2016 gelten. Das heißt, die passende Registrierkasse muss dann betriebsbereit im Unternehmen stehen. Kunden sind künftig verpflichtet, den Kassenbon aufzubewahren, falls SteuerfahnderInnen vor dem Geschäft warten. Nach dem Verlassen des Geschäftes, darf der Bon entsorgt werden.

Die Verpflichtung zur Verwendung eines Manipulationsschutzes besteht erst ab dem 1.1.2017.

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Welche Unternehmen fallen unter die Registrierkassenpflicht?

Alle Unternehmen, die einen Mindestumsatz von €15.000,- p.a. und Barumsätze von mehr als € 7.500,– im Jahr haben. Zu den Bargeschäften zählen auch Umsätze, welche  mit Bankomat- oder Kreditkarten, Mobiltelefonen, PayLife, Quick,Gutscheinen oder Bons bezahlt werden.

Mobile DienstleisterInnen wie Friseure, Masseure oder Kosmetiker können bei ihren Kunden per Hand Paragons ausstellen, sie müssen den Umsatz jedoch direkt nach der Rückkehr ins Unternehmen in die Registrierkasse eingeben.

Ab dem erstmaligen Überschreiten der oben genannten Grenzen muss der Unternehmer mit Beginn des viertfolgenden Monats nach Ablauf des Voranmeldezeitraums für die Umsatzsteuer (Kalendermonat oder Kalendervierteljahr) ein geeignetes Kassensystem haben.

Wer ist von der Regelung ausgenommen?

Eine Ausnahme bilden Geschäfte auf öffentlichen Plätzen oder Straßen. MarktfahrerInnen, MaronibraterInnen, ChristbaumverkäuferInnen, FiakerInnen (FremdenfüherInnen sind noch im Gespräch) usw. die ihre Geschäfte nicht in fest umschlossenen Räumen machen, können die Bareingänge des Tages durch einen „Kassasturz“ ermitteln. Der Nettoumsatz wird mit €30.000,- p.a. begrenzt. Wird diese Umsatzgrenze überschritten, ist auch für diese Berufe zB am Maktststand eine Registrierkasse erforderlich.

Betrifft diese Regelung auch Ärzte?

Kassenärzte, deren Barumsätze kleiner als €15.000,- im Jahr sind und die den größten Teil über die Krankenkasse abwickeln, sind nicht registrierkassenpflichtig. Privatärzte mit höheren Barumsätzen brauchen jedoch eine Registrierkasse.

Wird es Förderungen oder steuerliche Begünstigungen geben?

Für die Neuanschaffung einer Registrierkasse wird es eine staatliche Prämie in Höhe von €200,-  geben. Auch für die Aufrüstung ist eine Prämie geplant. Die Kosten für Neukauf und Aufrüstung sind steuerliche sofort absetzbar, wenn die Kosten in den Zeitraum vom 01.03.2015 bis 31.12.2016 fallen.

Muss ein vorgeschriebenes Sicherheitssystem gegen Manipulation installiert werden?

Für die Registrierkasse ist ein Manipulationsschutz vorgesehen. Das elektrische Journal wird digital signiert und gespeichert und ist nachträglich nicht mehr manipulierbar. Vom Finanzministerium wird das INSIKA-System bevorzugt, das auch in Deutschland im Einsatz ist. Auf den Belegen werden Codes ausgedruckt, die die Echtheit und Lückenlosigkeit beweisen. Ein solches Sicherheitssystem ist ab 1.1. 2017 Pflicht.

Bringt die Registrierkasse auch Vorteile für die UnternehmerInnen?

Auf Knopfdruck können die täglichen und monatlichen Losungen ermittelt werden. Im Falle einer Betriebsprüfung können niedrige Umsätze auch von Seiten der Finanz nicht mehr angezweifelt werden und es kann zu keiner Schätzung der Umsätze kommen. Für die Systeme gibt es auch die Erweiterungsmöglichkeit auf Kundenverwaltung, Warenwirtschaft und die Abwicklung der Inventur.

Wird die neue Regelung kontrolliert und wir es Sanktionen bei Verstößen geben?

Schon jetzt werden von der Finanzpolizei die Kassen an den Betriebsstätten überprüft. Kontrolliert wird, ob Manipulationen vorgenommen worden sind. Empfindliche Strafen soll es für die Entwickler von Manipulationssoftware geben.

Werden Umsätze nicht eingetippt und scheinen so nicht auf, können diese auch nicht kontrolliert werden. Hier hofft man auf die Ehrlichkeit der UnternehmerInnen. Steigen die Umsätze eines Unternehmens nach der Einführung der Registrierkassenpflicht rapide an, droht eine Überprüfung durch die Finanz mindestens der letzten Jahre.

Werden die Daten automatisch an die Finanz übermittelt?

Nein, die Daten, die auf der Smartcard gespeichert sind, werden nicht automatisch ans Finanzamt weitergeleitet.

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 News Steuertipps

Die Arbeitnehmerveranlagung

Bei der Arbeitnehmerveranlagung gibt es einige Punkte zu beachten.

Es gibt 3 Kategorien die steuerlich zu beachten sind.

  1. Werbungskosten
  2. Sonderausgaben
  3. Außergewöhnliche Belastung

Werbungskosten

Werbungskosten sind alle Aufwendungen, Ausgaben bzw Kosten, die durch die berufliche Tätigkeit entstehen. Im Allgemeinen steht allen ArbeitnehmerInnen eine Werbungskostenpauschale in Höhe von 132 € jährlich zu. Diese wird bei der monatlichen Personalabrechnung der ArbeitgeberInnen berücksichtigt. Darüber hinaus können Sie aber auch Ausgaben, die durch die Berufsausübung entstehen als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Manche Ausgaben können zusätzlich zur Pauschale geltend gemacht werden, andere werden mit der Pauschale gegengerechnet.

Einige Beispiele,

die mit der Pauschale gegengerechnet werden:

  • Arbeitskleidung (nur Berufs- oder Schutzkleidung)
  • Arbeitsmittel und Werkzeuge (z.B. Büromaterial, Visitenkarten, …)
  • Aus- und Fortbildung, Umschulung (Kursgebühren, Skripten, Fahrtkosten, Diäten, Nächtigungen, …)
  • Arbeitszimmer (anteilige Kosten wie Miete,..)
  • Computer (ohne besonderen Nachweis nur zu 60% auf 3 Jahre abzuschreiben)
  • Internet, Mobiltelefon (anteilig )
  • Doppelte Haushaltsführung und Familienheimfahrten
  • Fachliteratur
  • Fahrtkosten (Kilometergeld ist z.B. auch mit dem Fahrrad möglich )
  • Reisekosten (Taxi, Flugzeug, Zug, Bus, Nächtigungskosten, …

die zusätzlich zur Pauschale möglich sind:

  • Pendlerpauschale, Pendlereuro lt. Pendlerrechner-Ausdruck
  • Betriebsratsumlagen und Gewerkschaftsbeiträge
  • Sozialversicherungsbeiträge (z.B. Selbstversicherung bei Geringfügigen)

weiter Pauschalarten:

  • Werbungskostenpauschale für bestimmte Berufsgruppen (z.B. VertreterInnen, JournalistInnen, MusikerInnen , HeimarbeiterInnen, …)

Sonderausgaben

Weitere bestimmte private Ausgaben sind steuerlich begünstigt. Zu den Sonderausgaben zählen zum Beispiel freiwillige Personenversicherungen, Kosten für die Wohnraumschaffung und -sanierung oder auch Spenden und Kirchenbeiträge. Ein Teil davon ist mit einem Höchstbetrag begrenzt und bei einem Teil hängt es von der Höhe Ihres Einkommens ab, wie viel Sie absetzten können.

  • Personenversicherungsprämien (max. EUR 2.920,- pro Jahr, + EUR 2.920,- für Alleinverdiener, + EUR 1.460,- ab drei Kindern)
  • Kosten für Wohnraumschaffung und Wohnraumsanierung (gemeinsamer Topf mit Versicherungen)
  • Kirchenbeiträge bis zu EUR 400,- pro Jahr
  • Steuerberatungskosten in unbeschränkter Höhe
  • Spenden nach den Listen des BMF bis maximal 10% des laufenden Einkommens

Außergewöhnliche Belastung

Außergewöhnliche Belastungen sind bestimmte Aufwendungen und Ausgaben wenn diese außergewöhnlich sind, zwangsläufig erwachsen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen.

Was bedeutet das?

Außergewöhnlich

Ist eine Ausgabe dann, wenn die Belastung höher ist als jene der Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommens- und Vermögensverhältnissen.

Zwangsläufig

Ein Aufwand ist zwangsläufig, wenn Sie sich aus tatsächlichen, rechtlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen können.

Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

Die außergewöhnliche Belastung beeinträchtigt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, wenn der individuelle Selbstbehalt überschritten wird. Der Selbstbehalt ist nach den Einkommens- und den Familienverhältnissen abgestuft (siehe Tabelle weiter unter).
Bei bestimmten außergewöhnlichen Belastungen, z.B. bei Behinderungen ist kein Selbstbehalt zu berücksichtigen.

Einkommen Selbstbehalt
höchstens 7 300,00 € 6%
mehr als 7 300,00 € 8%
mehr als 14 600,00 € 10%
mehr als 36 400,00 € 12%

Daher ist der Selbstbehalt, bei einem jährlichen Einkommen von 25 000 €, 2 500 € (25 000 x 10% = 2 500) und nur Belastungen über 2 500 € können als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden.

Der Selbstbehalt vermindert sich um je 1%, wenn ein Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag zusteht, sowie für jedes Kind, für das mehr als sechs Monate der Kinder- oder Unterhaltsabsetzbetrag zusteht. Auch vermindert sich der Selbstbehalt, wenn die Einkünfte des (Ehe-)Partners weniger als 6 000 € im Jahr betragen.

Typische Beispiele für außergewöhnliche Belastung sind:

  • Katastrophenschäden
  • auswärtige Berufsausbildung von Kindern
  • Mehraufwendungen für behinderte Kinder
  • Aufwendungen für die eigene Behinderung
  • Kinderbetreuungskosten für Kinder bis 10 Jahre bzw. behinderte Kinder bis 16 Jahre (bis 2 300 € pro Jahr und Kind)
  • außergewöhnliche Belastung mit Selbstbehalt zB Krankheits-, Medikamenten- und Zahkosten, Adoptionskosten, Diätverpflegung (Pauschalsätze), Pflegeheimkosten, künstliche Befruchung, Begräbnis- und Grabkosten (allerdings nur bei unzureichendem Nachlass)

Wir sind Ihnen natürlich gerne bei Ihrer Arbeitnehmerveranlagung behilflich.

Kontaktieren Sie uns einfach und unverbindlich.

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