Häufig gestellte Fragen

 Fragen zur Einkommenssteuer

  • Ab einem Gewinn von € 11.000,- (eigentlich € 12.713,- inkl. GFB) pro Jahr
  • Wenn zusätzlich Lohneinkünfte vorhanden sind – ab einer Summe der Einkünfte von € 11.945,20 pro Jahr

Die Einkommensteuer ist von der Höhe des Einkommens (= Summe der Einkünfte abzüglich Sonderausgaben und außergewöhnlicher Belastung) abhängig. Der Steuersatz ist gestaffelt und wird durch einen Progressionsalgorithmus berechnet.

  • Für alle Steuerpflichtigen ist das Finanzamt, in dessen Bezirk der Sitz oder die Geschäftsleitung des Betriebes/des Unternehmens liegt, zuständig.
  • Falls Sie Ihren Unternehmersitz in der Wohnung haben oder an mehreren Personengesellschaften beteiligt sind, ist das WohnsitzFinanzamt zuständig.

Wenn Sie persönlich abgeben, bis zum 30. Juni des Folgesjahres (mittels Finanzonline).

Wir, als Steuerberatung, können Ihre Termine bis mindestens 31. Dezember des Folgejahres verlängern (maximal bis 30. April des 2. Folgejahres!).

 Fragen zur Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist:

  • einerseits bei AusgangsRechnungen, Honorarnoten bzw. Einnahmen, die MehrwertSteuer; diese schuldet der/die UnternehmerIn dem Finanzamt.
  • andererseits bei EingangsRechnungen die ausgewiesene Vorsteuer; diese kann sich der/die UnternehmerIn vom Finanzamt holen.
  • Die UmsatzsteuerZahllast ist der an das Finanzamt zu zahlende Betrag; dieser ergibt sich aus MehrwertSteuer abzüglich Vorsteuer.

EinnahmenAusgabenRechnerInnen

haben bis zu einer Einnahmengrenze von € 30.000,- (netto, ohne Umsatzsteuer) pro Jahr die Möglichkeit:

  • AusgangsRechnungen ohne Umsatzsteuer oder
  • AusgangsRechnungen mit Umsatzsteuer auszustellen.
  • müssen ab einer Umsatzgrenze von € 30.000,- (netto, ohne Umsatzsteuer) pro Jahr Rechnungen mit Umsatzsteuer ausstellen

ACHTUNG: JEDE auf einer AusgangsRechnung/Honorarnote ausgewiesene Umsatzsteuer MUSS an das Finanzamt gezahlt werden!

EinnahmenAusgabenRechnerInnen, die AusgangsRechnungen mit Umsatzsteuer (MehrwertSteuer) ausstellen, haben die Möglichkeit die ausgewiesene Umsatzsteuer auf Ihren EingangsRechnungen (Vorsteuer), beim Finanzamt geltend zu machen!!!

Grundlage:

  • Die Summe Ihrer NettoEinnahmen tragen Sie in das FinanzamtsFormular U30 ein.
  • Die Summe Ihrer Vorsteuern tragen Sie in das FinanzamtsFormular U30 ein.

Kommt bei der Berechnung eine UmsatzsteuerSchuld heraus, so ist diese bis spätestens 15. des 2. Folgemonats einzuzahlen.
Kommt bei der Berechnung ein UmsatzsteuerGuthaben heraus, so ist das Formular U30 bis spätestens 15. des 2. Folgemonats an das Finanzamt zu senden.

 Gut zu wissen!

Alle Personen, die tätig sind, um „Geld zu verdienen“ und nicht (echt) angestellt sind, sind selbstständig.

Im Steuerrecht bzw. im Sozailversicherungsrecht gelten unterschiedliche Einteilungen der Selbstständigen.

Steuerrechtlich:

Im Steuerrecht sind Selbstständige:
Menschen, die Einnahmen durch eigene (persönliche) Tätigkeit erzielen, ohne Arbeitnehmer (echte Dienstnehmer) zu sein oder nur aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen lohnstuerpflichtig sind. Dieser gesetzlichen Lohnsteuerpflicht unterliegen u.a.

  • Lehrbeauftragte
  • Unterrichtende
    • für einen mehr als 4 Semester dauernden Lehrgang tätig sind und
    • für diesen Lehrgang an einen bestehenden Lehrplan gebunden sind un
    • mindestens eine Semesterwochenstunde (wenn das Semester z.B. 12 Wochen dauert, dann gilt für einen Blockkurs 12 Stunden = 1 Semesterwochenstunde) unterrichten
  • Gesellschaftergeschäftsführer mit einer Beteiligung von bis zu 25%:
    • wer eine selbständige Tätigkeit ausübt (z.B. freie Dienstnehmer, (Sonstige) Neue Selbständige …)
    • wer eine selbstständige Tätigkeit mit Gewerbeberechtigung ausübt

Sozialversicherungsrechtlich

Aus der Sicht der Sozialversicherung sind Selbständige:

  • Gewerbetreibende lt. Gewerbeordnung
  • die (Sonstigen) Neue Selbstständigen (siehe nächster Absatz)
  • Freie Berufe mit eigener Vorsorge (z.B. Ärzte mit eigenem Wohlfahrtsfonds)

Sonstige Selbständige (auch Neue Selbständige genannt) sind alle, die nicht – aufgrund einer anderen Gesetzesregelung – bereits pflichtversichert sind, d.h. sie sind nicht

  • Angestellte/Arbeiter
  • Beamte
  • nur aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen Lohnsteuerpflichtige
  • Gewerbetriebende mit Gewerbeberechtigung
  • Angehörige der Freien Berufe (Ärzte, Architekten, Rechtsanwälte…)
  • Freie Dienstnehmer
  • Bauern

Die Pflichtversicherung in der GSVG für (Sonstige) Neue Selbständige schließt alle Selbständige ein, die nicht bereits in einer anderen Pflichtversicherung erfasst sind. Die Versicherung für (Sonstige) Neue Selbständige ist wie ein Auffangbehälter zu sehen, in dem alle landen, die zuvor noch nicht ausgesiebt wurden (z.B. Vortragende, Psychotherapeuten, KünstlerInnen…).