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 Business Tipps

Gewinnfreibetrag ab 2017

Natürliche Personen und Gesellschafter von Mitunternehmerschaften (z.B. OG, KG), die Einkünfte aus einer betrieblichen Tätigkeit (Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb, selbständige Arbeit) erzielen, dürfen 2017 neben Wohnbauanleihen auch wieder andere Wertpapiere erwerben, um den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag auszunutzen.

Gewinnfreibetrag

Im Zuge der Steuerreform 2014 wurde die Möglichkeit der Investition in Wertpapiere stark beschränkt. Es wurde damals beschlossen, dass Unternehmer neben bestimmten körperlichen Wirtschaftsgütern nur noch in Wohnbauanleihen investieren dürfen, um den Gewinnfreibetrag zu nutzen. Diese Maßnahme war für 3 Jahre befristet und ist mit dem Jahr 2016 ausgelaufen.

Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen

Für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2016 beginnen, darf daher wieder in andere Wertpapiere investiert werden.

Dabei handelt es sich um Wertpapiere gemäß § 14 Abs. 7 Z 4 Einkommensteuergesetz, die auch zur Deckung von Personalrückstellungen verwendet werden dürfen. Dazu zählen:

  • Bundesanleihen
  • Bankschuldverschreibungen
  • Industrieobligationen
  • Options- und Umtauschanleihen
  • bestimmte Investment- und Immobilienfonds sowie Garantiezertifikate.

Allgemeines zum Gewinnfreibetrag

Der Gewinnfreibetrag beträgt maximal 13% des Gewinns. Für Gewinne bis € 30.000 steht der Grundfreibetrag in Höhe von 13% des Gewinnes (maximal € 3.900) zu. Um in den Genuss des Grundfreibetrages zu kommen ist es jedoch nicht erforderlich, dafür Investitionen zu tätigen. Übersteigt der Gewinn € 30.000, kann zusätzlich zum Grundfreibetrag ein investitionsbedingter Gewinnfreibetrag geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist, dass im gleichen Kalenderjahr „begünstigte Wirtschaftsgüter“, nämlich bestimmte Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens oder bestimmte Wertpapiere, angeschafft werden.

Begünstigte Wirtschaftsgüter sind: Körperliche, abnutzbare Anlagegüter mit einer Nutzungsdauer von mindestens vier Jahren. Darunter können auch Gebäude fallen.

Nicht begünstigt bleiben unverändert:

  • Pkw und Kombi, ausgenommen Fahrschulfahrzeuge und Taxis
  • Gebrauchte Wirtschaftsgüter
  • Sofort abgesetzte geringwertige Wirtschaftsgüter (ausgenommen Registrierkassen im begünstigten Zeitraum)

Seit dem Jahr 2013 steht der Gewinnfreibetrag mit steigenden Gewinnen staffelweise reduziert zu und beträgt für:

  • Gewinne bis zu 175.000 Euro: 13 %
  • die nächsten 175.000 Euro: 7 %
  • die nächsten 230.000 Euro: 4,5 %

Für Gewinne über 580.000 Euro steht kein Gewinnfreibetrag mehr zu.

Damit Sie zu Jahresende optimal den Gewinnfreibetrag nutzen und entsprechende Investitionen tätigen können, empfehlen wir eine Berechnung Ihres geschätzten Jahresgewinns 2017. Wir helfen Ihnen gerne dabei!

Weiterführende Links:

WKO

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 Steuertipps

Geschenke, Geschenke, Geschenke

Weihnachten ist nicht weit. Daher möchten wir noch einmal die folgenden steuerlichen Regelungen in Bezug auf Geschenke in Erinnerung rufen.

Geschenke

Kundengeschenke:

Einkommensteuer / Körperschaftsteuer

Weihnachtsgeschenke für Geschäftsfreunde sind üblicherweise nicht als Betriebsausgabe absetzbar. Derartige Aufwendungen fallen unter den so genannten „nicht abzugsfähigen Repräsentationsaufwand“ .

Gegenstände, die geeignet sind, eine entsprechende Werbewirkung zu entfalten, können jedoch als Werbeaufwand und somit als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Dies ist beispielsweise bei Kugelschreibern, Kalendern, Feuerzeuge oder Wein etc. dann der Fall, wenn sie sichtbar, mit der Firmenaufschrift oder dem Aufdruck eines Firmenlogos versehen sind.

Umsatzsteuer

Auch Kundengeschenke unterliegen grundsätzlich dem Eigenverbrauch, also der Umsatzsteuer. Dies unter der Voraussetzung, dass für sie ein gänzlicher oder teilweiser Vorsteuerabzug bei der Anschaffung möglich war. Von der Eigenverbrauchsbesteuerung ausgenommen sind nur Geschenke von geringem Wert oder Warenmuster. Ein geringer Wert ist bis 40 Euro (einschließlich Umsatzsteuer) – pro Empfänger und Kalenderjahr – anzunehmen. Aufwendungen für geringwertige Werbeträger z.B. Kugelschreiber, Feuerzeuge sind nicht in die 40 Euro-Grenze miteinzurechnen.

Zusammenfassung Geschenke:

„Echte“ Weihnachtsgeschenke, also keine Werbeartikel bzw. Warenproben, für Geschäftsfreunde sind nicht als Betriebsausgabe absetzbar und sind bei Erstellung der Steuererklärung steuerlich hinzuzurechnen. Es besteht auch kein Recht zum Vorsteuerabzug, sofern die Grenze von 40 Euro überschritten wird.

 

Mitarbeitergeschenke:

Weihnachtsgeschenke bis maximal 186 Euro sind steuerfrei
(Weihnachts-) Geschenke an Arbeitnehmer sind innerhalb eines Freibetrages von 186 Euro jährlich lohnsteuer- und sozialversicherungs-frei, wenn es sich um Sachzuwendungen handelt (zB Warengutscheine, Goldmünzen). Geldgeschenke sind immer steuerpflichtig.
Achtung: Wenn die Geschenke an Dienstnehmer über bloße Aufmerksamkeiten (zB Bücher, CDs, Blumen) hinausgehen, besteht Umsatzsteuerpflicht.

Betriebsveranstaltungen (zB Weihnachtsfeiern) sind bis 365 Euro pro Arbeitnehmer steuerfrei
Für die Teilnahme an Betriebsveranstaltungen (zB Betriebsausflug, Weihnachtsfeier) gibt es pro Arbeitnehmer und Jahr einen Steuerfreibetrag von 365 Euro. Denken Sie bei der betrieblichen Weihnachtsfeier daran, dass alle Betriebsveranstaltungen des ganzen Jahres zusammengerechnet werden. Ein eventueller Mehrbetrag ist steuerpflichtiger Arbeitslohn.

Bei weitergehenden Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Ihr Team der hapala Steuerberatung GmbH

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 Steuertipps

Anspruchsverzinsung ab 1. Oktober

Wie jedes Jahr beschäftigen wir uns mit dem Thema Anspruchsverzinsung. Diese wird ab dem 1. Oktober aufgrund von Einkommen- und Körperschaftsteuer-Nachzahlungen vom Vorjahr berechnet.

Created by Snowing - Freepik.com - Anspruchsverzinsung

Erklärungen für das Jahr 2016, die bis 1 Oktober 2017 noch nicht abgegeben worden sind und die eine Steuernachzahlung erwarten lassen, fallen nun unter diese Verzinsung. Der Zinssatz für die Anspruchsverzinsung beträgt aktuell 1,38% per anno.

Für die Anspruchszinsen gibt es eine Bagatellgrenze von 50 Euro. Daher brauchen sich alle Steuerpflichtigen, die eine Nachzahlung von höchstens als 7.000,- Euro erwarten, keine Sorgen machen. Denn sie haben es gut. Anders gesagt, sie müssen bis spätestens 31. März 2018 ihre Erklärungen 2016 abgeben, ohne mit Zinsen zu rechnen.

Was ist wenn ich zu viel Steuern vorausbezahlt habe?

Bei einem Guthaben zahlt die Finanzen den selben Zinssatz, auch hier gibt es eine Bagatellgrenze von 50 Euro.

Mehr Details beschreibt die Finanz selbst, siehe https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e1s1

 

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 Business Tipps Steuertipps

Herabsetzung der Einkommensteuervorauszahlung

Einkommensteuervorauszahlung

 

Es ist an der Zeit über eine Herabsetzung der Einkommensteuervorauszahlung nachzudenken. Das erste Halbjahr ist vorüber und Sie haben eine buchhalterische Basis, das zweite Halbjahr zu kalkulieren.

Wenn Sie den bisherigen Gewinn für das ganze Jahr hochrechnen, können Sie Ihre ungefähre Einkommensteuerbelastung für das gesamte Jahr berechnen. Die berechnete Einkommensteuer sollten Sie nun mit den – von der Finanz – vorgeschriebenen Einkommensteuervorauszahlungen (ESt-VZ) vergleichen.

Vereinfacht heißt das auch, dass

  • wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten Jahr GESUNKEN ist, zahlen Sie zuviel an die Finanz voraus.
  • wenn Ihr Gewinn gegenüber dem letztveranlagten Jahr GESTIEGEN ist, sollten Sie sich Maßnahmen überlegen bzw. Geld zurücklegen.

Nutzen Sie die Chance JETZT Ihre Einkommensteuer zu reduzieren.

Bei niedrigerem Gewinn ergibt sich für Sie eventuell folgende Frage:

wollen Sie für die Einkommensteuervorauszahlung eine HERABSETZUNG beantragen, diese ist nur bis Ende September möglich.

Das Team der hapala Steuerberatung freut sich, Sie bei den Berechnungen und bei Ideen zur Steuerreduzierung zu unterstützen.

 

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier.

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 News Steuertipps

Beschäftigungsbonus ab 1.7.2017

Beschäftigungsbonus

 

Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hat die Bundesregierung „eines der wichtigsten Projekte“ aus dem Arbeitsprogramm, den sogenannten Beschäftigungsbonus beschlossen.

Unternehmen, die ab dem 1. Juli 2017 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, können einen Zuschuss zu den Lohnnebenkosten über die Dauer von bis zu drei Jahren und in Höhe von 50 % erhalten. Das betrifft Lohnnebenkosten, die der Arbeitgeberin bzw. dem Arbeitgeber entstehen (Dienstgeberbeiträge).

Wer wird gefördert? 

Der Beschäftigungsbonus kann grundsätzlich von allen Unternehmen, unabhängig von der Branche und der Unternehmensgröße, in Anspruch genommen werden. Wichtig ist dabei, dass Ihr Unternehmenssitz oder Ihre Betriebsstätte in Österreich liegt und Sie zusätzliche Arbeitsplätze in Österreich schaffen.

 

Was wird gefördert? 

Gefördert werden vollversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, die ab 01.07.2017 entstehen und ununterbrochen für zumindest vier Monate aufrecht bleiben. Das Dienstverhältnis muss der Kommunalsteuerpflicht sowie dem österreichischen Arbeits- und Sozialrecht unterliegen.

 

Welche Personen sind förderungsfähig? 

Der Bonus steht zu, wenn die zusätzlich beschäftigten bisher arbeitslos gemeldet waren oder Jobwechsler sind oder vor Arbeitsantritt an einer gesetzlich geregelten Ausbildung teilgenommen haben.

  • Ehemals arbeitslos gemeldete Personen sind Personen, die irgendwann in den drei Monaten vor Eintritt in das Unternehmen arbeitslos gemeldet waren oder sich im Rahmen der Arbeitslosigkeit in Schulung befanden. Es ist keine Mindestdauer der Arbeitslosmeldung oder Schulungsmaßnahme vorgesehen.

TIPP: Lassen Sie sich von Ihren ArbeitnehmerInnen eine Bestätigung der Vormerkung beim Arbeitsmarktservice sowie einen geeigneten Aufenthaltstitel vorlegen.

  • Jobwechsler sind Personen, die in den zwölf Monaten vor Eintritt in das Unternehmen zumindest vier Monate ununterbrochen in Österreich erwerbstätig waren. Ob als Vollzeitangestellte, als geringfügig Beschäftigte oder auch als Selbständige ist einerlei, solange eine Teil-Pflichtversicherung vorlag.
    Nicht förderungsfähig sind Lehrlinge während des Lehrverhältnisses. Auch bei Wechsel des Lehrbetriebes kann kein Beschäftigungsbonus gewährt werden.
  • Bildungsabgänger sind Personen, die an einer zumindest viermonatigen gesetzlich geregelten Ausbildung im Inland teilgenommen haben. Sie sind förderungsfähig, sofern der Abgang von der Bildungseinrichtung (öffentliche und private Schulen, Universitäten, Privatuniversitäten und Fachhochschulen) nicht länger als zwölf Monate zurückliegt. Ein Bildungsabschluss ist nicht erforderlich.

TIPP: Lassen Sie sich eine geeignete Bestätigung über den Besuch der gesetzlich geregelten Ausbildung vorlegen. Diese Bestätigung ist der aws im Zuge der Abrechnung zu übermitteln.

BEISPIEL: Das antragstellende Unternehmen beabsichtigt die Einstellung eines HTL-Maturanten, der den neunmonatigen Zivildienst abgeleistet hat. Der Abgang von der Bildungseinrichtung liegt rund zehn Monate zurück. Da der Maturant eine mehrjährige, gesetzlich geregelte Ausbildung wahrgenommen hat, sind die Förderungsvoraussetzungen erfüllt.

 

Wann liegt ein zusätzliches Arbeitsverhältnis vor? 

Um festzustellen, ob es sich um ein förderbares zusätzliches Arbeitsverhältnis handelt, wird der Beschäftigungsstand zu folgenden fünf festgelegten Stichtagen herangezogen, und zwar am Tag vor Entstehung des ersten förderungsfähigen Arbeitsverhältnisses sowie am Ende der jeweiligen vier Vorquartale. Maßgeblich ist dann der Höchstwert an bestehenden Arbeitsverhältnissen zu einem dieser fünf Stichtage (Referenzwert).

BEISPIEL: Die erste zusätzliche und förderungsfähige Person tritt am 15.08.2017 in das antragstellende Unternehmen ein. Die Beschäftigtenstände sind daher zu folgenden Stichtagen zu ermitteln:

  1. Stichtag: 14.08.2017
    (Beschäftigtenstand: 5 Personen = Anzahl der Beschäftigten VOR Entstehung des ersten zusätzlichen Arbeitsverhältnisses)
  2. Stichtag: 30.06.2017
    (Beschäftigtenstand: 4 Personen = Anzahl Beschäftigten zum Quartalsende)
  3. Stichtag: 31.03.2017
    (Beschäftigtenstand: 5 Personen= Anzahl Beschäftigten zum Quartalsende)
  4. Stichtag: 31.12.2016
    (Beschäftigtenstand: 6 Personen = Anzahl Beschäftigten zum Quartalsende)
  5. Stichtag: 30.09.2016
    (Beschäftigtenstand: 5 Personen = Anzahl Beschäftigten zum Quartalsende)

Der Höchstwert (Beschäftigtenstand: 6 Personen) wird als Referenzwert vertraglich fixiert.

Der Beschäftigtenstand umfasst mit Ausnahme von Lehrlingen und geringfügig Beschäftigten alle im antragstellenden Unternehmen beschäftigte Arbeitnehmer und ist in Köpfen (= Anzahl der Personen) anzuführen. Die Förderung gelangt zur Auszahlung, sofern ein Zuwachs von zumindest einem Vollzeitäquivalent (entspricht 38,5 Wochenstunden) gegenüber dem Referenzwert nachgewiesen wird. Der Zuwachs kann durch eine Vollzeitkraft, aber auch durch mehrere Teilzeitkräfte nachgewiesen werden. Eine Obergrenze an zusätzlichen, förderungsfähigen Arbeitsverhältnissen existiert nicht.

 

Wie hoch ist die Förderung? 

Der Zuschuss beläuft sich auf 50 % der Lohnnebenkosten (Dienstgeberbeiträge), wird bis zu drei Jahre ausbezahlt und ist von der Einkommenssteuer befreit.

Bei einem Bruttojahresgehalt von EUR 35.000 betragen die Lohnnebenkosten rund EUR 10.650,-, der Zuschuss daher rund EUR 5.325,- pro Jahr. Die Förderung ist mit der ASVG-Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt.

Der Zuschuss gelangt einmal jährlich im Nachhinein zur Auszahlung. Für Anträge, die am 01.07.2017 gestellt werden bedeutet das, dass der Abrechnungsstichtag der 01.07.2018 ist.

 

Wo und wann ist der Antrag zu stellen? 

Anträge können ab dem 01.07.2017 über den aws Fördermanager gestellt werden, und zwar binnen 30 Kalendertagen nach Entstehung des zu fördernden Arbeitsverhältnisses. Der Steuerberater des Unternehmens hat die Fördervoraussetzungen und den Beschäftigtenstand zu den fünf maßgeblichen Stichtagen zu bestätigen.

BEISPIEL: Zwei Teilzeitarbeitsverhältnisse entstehen am 01.07.2017 bzw. am 01.09.2017 durch Anmeldung der Dienstnehmer beim Sozialversicherungsträger. In Summe bilden sie das erste Vollzeitäquivalent. Der Antrag ist daher bis spätestens 01.10.2017 zu stellen (d.h. die 30-Tagesfrist wurde für das erste Teilzeitarbeitsverhältnis außer Kraft gesetzt).

 

Was sollten Sie noch über den Beschäftigungsbonus wissen?

  • Förderungsfähig sind bei Erfüllung der übrigen Kriterien auch geschäftsführende Gesellschafter (sofern ASVG pflichtversichert), Familienangehörige und auch freie Dienstnehmer, nicht jedoch karenzierte DienstnehmerInnen bei ihrer Rückkehr ins Unternehmen, weil sie ja in einem aufrechten Dienstverhältnis stehen, also nicht „zusätzlich“ angestellt werden.
  • Ehemals geringfügig Beschäftigte sind als „Jobwechsler“ einzustufen und damit förderungsfähig, sofern Sie in den sechs Monaten vor Aufnahme des zu fördernden Beschäftigungsverhältnisses nicht im antragstellenden Unternehmen bzw. im antragstellenden Konzern tätig waren. Dasselbe gilt für Leiharbeitskräfte.
  • Keine Doppelförderung: Andere einschlägige Zuschussförderungen (zB aws Lohnnebenkostenförderung für innovative Start-ups, Eingliederungsbeihilfe „Come Back“ (AMS), etc.) schließen den Beschäftigungsbonus aus.
  • Geringfügige Beschäftigungsverhältnisse werden nicht gefördert, es muss sich um ein vollversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis handeln.
  • Keine Förderung erhalten Unternehmen, die als Ausgründung, Umgründung oder Neugründung bzw. durch Übernahme oder durch Schaffung eines Treuhandmodells zur Umgehung der Förderungsbestimmungen des Beschäftigungsbonus errichtet wurden. Ebenfalls von der Förderung ausgenommen sind staatliche Unternehmen.

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 News

§109a Meldungen von Honorarzahlungen an die Finanz

§109a und welche weiteren Meldungen die Finanz bis Ende Februar wünscht.

§109a

Gemäß §109a sind bis spätestens 29. Februar 2017 jährlich Meldungen ans Finanzamt zu senden. Sie als UnternehmerIn sind dafür verantwortlich. Die Zahlungen aus dem Jahr 2016 müssen in elektronischer Form gemeldet werden.  https://findok.bmf.gv.at/findok?execution=e2s3 Mit §109a ist gemeint: Meldungen von Honorarzahlungen bei bestimmten Leistungen, die außerhalb eines ECHTEN Dienstverhältnisses liegen. Dies betrifft im Grunde genommen vor allem FREIE DienstnehmerInnen. Bei Zahlungen von mehr als € 900,- netto p.a. oder pro einzelner Leistung von mehr als € 450,- netto, melden Sie das dem Finanzamt. Diese Beträge beinhalten auch allfällige Reisekostenersätze.

Übrigens: Honorare für den Dezember 2016, welche bis zum 15. Jänner 2017 ausbezahlt wurden, sind dem Jahr 2016 zuzurechnen.

Zahlungen an SONSTIGE SubunternehmerInnen:
Überdies sind für Zahlungen die Sie an folgende Personen geleistet haben, auch für diese Mitteilungen gemäß § 109a durchzuführen

  • Vortragende (im Rahmen eines Seminars – JA; Organisation von einem Seminar – NEIN), Lehrende und Unterrichtende
  • PrivatgeschäftsvermittlerInnen
  • BausparkassenvertreterInnen und VersicherungsvertreterInnen

Unser SERVICE:

Wenn Sie wünschen, erstellen wir für Sie gerne die Mitteilungen gem. § 109a für oben angeführte Personen/Dienstleistungen.
Für die Erfassung der notwendigen Daten, senden wir Ihnen bei Bedarf eine vorbereitete Excel-Tabelle zu.

Freundliche Grüße
Das Team der hapala Steuerberatung GmbH

Übrigens, folgende LEISTUNGEN sind bei Bezahlung auch zu melden:

  • Funktionäre von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, wenn die Tätigkeit zu Funktionsgebühren führt
  • Mitglieder des Aufsichtsrates, Verwaltungsrates und andere Leistungen von mit der Überwachung der Geschäftsführung beauftragten Personen
  • Genauso, Stiftungsvorstände

Des Weiteren sind auch Zahlungen ins AUSLAND dem Finanzamt zu melden, wenn

  • Leistungen, die unter die Einkünfte aus selbständiger Arbeit fallen (z. B. wissenschaftliche, künstlerische Tätigkeiten, Vermittlungsleistungen, kaufmännische oder technische Beratungen) und
  • im Inland ausgeübt werden oder  sich auf das Inland beziehen und
  • von in Österreich unbeschränkt Steuerpflichtigen erledigt werden.

Diese Meldung muss bis Ende Februar erfolgen. Eine Meldung darf unterbleiben, wenn

  • die Zahlungen an eineN LeistungserbringerIn 2016 weniger als € 100.000,- p.a. betragen oder
  • bereits ein Steuerabzug (nach § 99 EStG) vorgenommen wurde oder
  • die Zahlung an eine ausländische Körperschaft getätigt wurde, die im Ausland einem Steuersatz von mindestens 15 % unterliegt.

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 Steuertipps

Die Registrierkasse ab 01.04.2017

 

Registrierkasse

Am 31.03.2017 ist es soweit, Unternehmen die verpflichtet sind eine Registrierkasse anzuschaffen müssen diese mit Sicherheitseinrichtung inbetrieb nehmen.

Was bedeutet das für Sie als Unternehmer?

  • Ab 31.03. benötigen Sie eine funktionierende Registrierkasse und eine Signatur- und Siegelerstellungseinheit (zum Beispiel A-Trust oder Globaltrust).
  • Die Registierkasse und die Siegelerstellungseinheit müssen bei FinanzOnline registriert sein.
  • Der Startbeleg muss erstellt und mit der „BMF Belegcheck“-App erfolgreich überprüfen worden sein, überdies muss der Startbeleg aufbewahrt werden.

Weiters müssen auf Ihren Belegen folgende Punkte, zusätzlich zu den Bereits jetzt vorgeschriebenen Mindistinhalten, ab 31.3. enthalten sein:

  • ein maschinenlesbaren Code (z.B. QR Qode)

Registrierkasse QR Code

  • Datum und Uhrzeit der Belegausstellung
  • Betrag der Barzahlung getrennt nach Steuersätzen
  • Kassenidentifikationsnummer

Inbetriebnahme der Sicherheitseinrichtung

Dieser Vorgang umfasst:

  • Registrierung über Finanzonline
    • Registrierung der Signatur- und Siegelerstellungseinheit
  • Initialisierung der Registrierkasse
    • mit leeren Datenerfassungsprotokolls (ACHTUNG: das bis dahin verwendete DEP muss unbedingt gesichert werden!)
    • Einrichtung eines Umsatzzählers von 0
    • Einerichtung des AES-Schlüssels in der Registierkasse
    • Zuordnung der Kassenidentifikationsnummer
    • Herstellung der Schnittstelle zu einer funktiosfähigen Signatur- und Siegelerstellungseinheit
  • Erstellung des Startbelegs
    • Erstellung des Startbelegs durch eine spezielle Funktion der Registrierkasse oder durch Bonierung eines Barumsatzes von 0

Was ist bei einem Ausfall der Registrierkasse zu tun?

Wenn Ihre Registrierkasse ausfällt sind folgende Schritte zu beachten:

  • Falls die Registrierkasse länger als 48 Stunden ausfällt, ist auf jeden Fall eine Meldung per FinanzOnline zu erstellen
  • Barumsätze sind, falls möglich, auf anderen Registrierkassen zu erfassen
  • Wenn dies nicht möglich ist, müssen Barumsätze händisch erfasst werden und Kopien der Belege jedenfalls aufzubewahren
  • Sobald die Registrierkasse wieder funktionsfähig ist, sind die Belege – mit Verweis auf die Belegnummer des händischen Belegs – nachzuerfassen
  • Anschließend ist eine Meldung der Wiederinbetriebnahme über FinanzOnline abzugeben

Wie kann mich meine Steuerberatung unterstützen?

Ihre Steuerberatung kann für Sie:

  • alle online Registrierungen der Registrierkasse bzw. der Siegelerstellunseinheit durchführen
  • den Authentifizierungscode für die BMD Belegcheck-App übermitteln
  • nicht nur vorübergehende Ausfälle über FinanzOnline melden

des Weiteren freuen wir uns, Ihnen im gesamten Prozess mit Rat und Tat beiseite stehen zu dürfen.

 

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Kleinunternehmer- Regelung – 31. Jänner 2017

Kleinunternehmer- RegelungWurde für Sie vor mehr als 5 Jahren ( vor 2012) ein sogen Verzicht auf die Steuerbefreiung für Kleinunternehmer (U12), oder auch Kleinunternehmer- Regelung, beantragt?

Das erkennen Sie wenn Sie mit einem Jahresumsatz unter EUR 30.000,- netto trotzdem Umsatzsteuer auf Ihre Rechnung geschrieben haben und sich die Vorsteuer von dem Finanzamt zurück geholt haben.

Nun sind 5 Jahre vergangen und Sie könnten einen „ Widerruf des Verzichts auf die Steuerbefreiung für Kleinunternehmer“ stellen. Dieser Verzicht ist für Sie dann sinnvoll,

  • wenn Sie in Zukunft auch KleinunternehmerIn sein werden daher Ihr voraussichtlicher Jahresumsatz für 2017 und folgende Jahre unter EUR 30.000,- netto liegt
  • und wenige berufliche Ausgaben (mit Vorsteuer) anfallen. (die Ausgaben gelten aber weiterhin (als Brutto –Betrag) als Betriebsausgabe steuermindernd für Ihre Einkommensteuer)
  • und Sie ersparen sich folgende Meldungen an das Finanzamt: Umsatzsteuer-Voranmeldungen und die jährliche USt Erklärung.

Bitte teilen Sie uns mit, ob wir für Sie diesen Widerruf erledigen sollen – wenn ja, ist der letzte TERMIN der 31.JÄNNER 2017.

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Unecht umsatzsteuerbefreit? Aufgepasst!

Unecht umsatzsteuerbefreit

Alle unecht umsatzsteuerbefreiten Personen (§ 6 UstG) wie zb. heilende Tätigkeiten (wie Ärzte, Psychotherapeuten, Hebammen, Heilmasseure,….), wie PrivatlehrerInnen an öffentlichen Schulen und ähnlichen, wie VersicherungsvertreterInnen, wie Tagesmütter,.. müssen auf ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer schreiben, so wie bisher.
Wenn diese unecht umsatzsteuerbefreiten Personen nun eine zusätzliche Tätigkeit ausüben, die eigentlich umsatzsteuer-pflichtig ist ( wie ärztliche Gutachten, kosmetische Operationen, Vorträge bei einer Firma, Bücher verlegen, Publikationen,….) oder einen Handel betreiben zB. Helme verkaufen, dann sind diese Umsätze bis € 30.000,- per Gesetz ab 01.01.2017 sogenannte Kleinunternehmer- Umsätze, dh. eine Rechnung ohne Umsatzsteuer ist möglich.
Wenn „aus Gewohnheit“ eine Rechnung mit USt geschrieben wird, so ist diese an die Finanz abzuführen, eine Vorsteuer aus den Ausgaben darf nicht gegen gerechnet werden.
Wenn jedoch Rechnungen mit USt geschrieben werden wollen ( obwohl der Umsatz unter € 30.000,- p.a. ist) muss spätestens bei Jahreserklärung ein Antrag auf „Widerruf der Kleinunternehmerregelung“ gestellt werden., damit von den Ausgaben eine Vorsteuer gegengerechnet werden kann.

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Fristen zur Abgabe der Steuererklärung

Steuererklärung 2016

Die Frist zur Abgabe der Steuererklärung für das Jahr 2016 ist, ohne der Unterstützung einer Steuerberatung, der 30 Juni 2017.

Sie selbst können im Einvernehmen mit dem Finanzamt den Termin bis zum 31. Dezember des Folgejahres (Dezember 2017) hinausschieben. Mit der Hilfe Ihres Steuerberaterteams können Sie diese Fristverlängerung jedoch bis zum 31. März des 2. Folgejahres hinausgezögern. Das heißt, der Termin für die Steuererklärung 2016 verlängert sich maximal bis zum 31. März 2018.

Daher ersuchen wir Sie, uns rechtzeitig zu informieren, wann Sie planen Ihre Steuererklärung 2016 abzugeben.

Wenn Ihre Belege VOR dem 30. Juni des Folgejahres (für 2016 ist das 30.6.2017) in der hapala Steuerberatung eingelangt sind, verrechnen wir KEINE  Pauschale für die Fristverlängerung Ihrer Steuererklärung, da wir in diesem Fall die Arbeit frei einteilen können und keine Erinnerungsbriefe mehr schreiben müssen.

Wenn wir Ihre Belege jedoch erst NACH dem 30. Juni erhalten, verrechnen wir eine Pauschale für folgende Tätigkeiten:

  • Wir informieren regelmäßig ab 1.Juli die Finanz
    • welche KlientInnen noch keine Erklärungen für das Jahr 2016 abgegeben haben
    • dass diese KlientInnen auf unserer Verlängerungsliste eingetragen sind
    • damit der Abgabetermin gewahrt ist und keine Zwangsstrafe angedroht wird
  • Danach sind Erinnerungen an die KlientInnen mit folgender Frage erforderlich: Wann werden die Belege in der Kanzlei eintreffen?
  • Die Fristverlängerung ist auch ein Beispiel für die „unsichtbare Arbeit“ Ihres Steuerberatungsteams. Dabei werden Steuernummern und Zuständigkeiten bei den einzelnen Ämtern (Adressen-, Namensänderungen u.s.w.) überprüft, das erfordert Telefonate und Briefe.

RESUMEE:

Vorteile für Sie, wenn Sie uns den Auftrag zur Fristverlängerung erteilen:

  1. Sie ersparen sich eine individuelle Fristverlängerung, die jeweils max. für 2 Monate gewährt wird.
  2. Sie können sich mehr Zeit lassen, um Ihre Belege in Ruhe zu sammeln, zu ordnen und/oder auch nachzufordern
  3. Ihre Steuernachzahlungen verzögern sich bis zu einem Jahr.

Ab dem 1.Oktober des Folgejahres (für 2016 ab 1.10.2017) kann die Finanz Anspruchszinsen verrechnen.

Freundliche Grüße

Ihr Team der hapala Steuerberatung

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